Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.
(Albert Camus)

Corona Fragmente
Da wo einstmals Menschen saßen,
stehen nur mehr Stühle rum.
Da wo wir die Zeit vergaßen,
herrscht allenfalls Erinnerung…

 

Corona – und wichtiger: der politische, gesundheitliche, soziale, psychische, pädagogische, demokratische und nicht zuletzt auch der mediale, sprachliche und kommunikative Umgang damit – ist ein in vieler Hinsicht einzigartiges und krisenhaftes Großereignis. Eines, das die Welt und die Menschen in einem Ausmaß und in einer Tiefe erschüttert hat, das so außerhalb von Kriegszeiten bisher unvorstellbar war. Es ist viel zu früh, dies einmal genauer zu einzuordnen und zu bewerten. Dafür sind die verschiedenen Perspektiven, Bezugsysteme, Dynamiken und Konsequenzen zu vielschichtig. Möglicherweise waren wir – im Kleinen wie im Großen – in der Nachbetrachtung in Teilen auch wie „von Sinnen“.

Was aber bereits deutlich wird, ist die Fragilität und Aufgeregtheit der modernen Gesellschaft, ihre Befeuerung durch mediale Live-Ticker, ein großes Durcheinander von Bezugssystemen, die Suche nach Orientierung und Grenzen. Insbesondere das Thema Grenzen und Grenzziehungen (psychisch, sozial, räumlich-geografisch, änder etc.) ist

Suchende

 

das Orientierung und Grenzen suchende in einer sich gerne allmächtig wähnenden Gesellschaft.